FRAUENTAUSCH Folge 135
15. März 2007
 
FRAUENTAUSCH - Mama ist doch die Beste

RTL 2 macht Trendsetting nach dem Motto „Mama ist doch die Beste“. Der Preis: ganz Deutschland sieht zu und erlebt die Top-Mutter mal heulend, mal schimpfend und manchmal gar hysterisch. Das Konzept der RTL 2-Sendung „Frauentausch“ erschien anfangs wirklich interessant. Wir erleben zwei völlig unterschiedliche Frauen, die ein paar Tage ihre Familien samt Pflichten tauschen: eine Herausforderung, aber doch machbar. Da kommt eine Stadtfrau zum Beispiel auf einen Bauernhof, eine Hausfrau und Mutter aus Nürnberg zu einer Lesbe samt Tochter und Lebensgefährtin nach Berlin, eine Deutsche in einen muslimischen Haushalt, wo traditionelle Rollen vorherrschen und so weiter. Wie werden die Frauen die neue Familie und die dort herrschenden Regeln und Gewohnheiten meistern? Klingt spannend.

Nur, anscheinend war der Quotendruck so groß, dass es besser erschien, die Frauen gezielt aufeinander loszuhetzen. Denn war es anfangs ausreichend, dass die Tauschmuttis mit den Pflichten und den veränderten Lebensumständen zu kämpfen hatten (die jeweils legitime Mutter hinterlässt dazu genaue Anweisungen in ihrem Haushalt), wurden die Folgen immer abstruser. Schon während der ersten Tage kam es immer öfter zu Stress in den Familien. Und das Ganze endete im Showdown der beiden Frauen, die am Ende aufeinander losgingen und sich gegenseitig Unfähigkeit als Mütter und Hausfrauen zuschrieben. Die Männer saßen meist stumm daneben. Das Klischee der Zicken war bedient. Die Frauen halten Druck und Heimweh nicht mehr stand und reagieren vor laufender Kamera überaus emotional.

Folge Nummer 135 beginnt zur Abwechslung in Melsungen ganz nett. Familienidylle pur. Und es folgt der geplante Tausch. Zwei Frauen, eine Mama aus Wuppertal, und eine Mama aus Melsungen, tauschen für angeblich zehn Tage ihre Familien. Was dann in Wuppertal und Melsungen passierte kann man bei RTL II am 15. März 2007 um 21 Uhr 10 sehen.

Aber ist das alles Realität oder nur zur Unterhaltung inszeniert? Die wahren Ereignisse in Melsungen und Wuppertal legen ein Zeugnis darüber ab, wie erfahrene Fernsehmacher beinahe vor einem Scherbenhaufen gestanden hätten.

 
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